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JOSEF ZU MARGARETEN
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Jahre 1392 stifteten Rudolf und Ludwig aus dem bekannten Wiener Patriziergeschlecht
der Tirna eine der heiligen Margareta von Antiochia geweihte Kapelle (im
heutigen Bereich Margaretenplatz 3). Das Patronatsrecht über die
Margaretenkapelle stand dem Wiener Domkapitel zu. Das Schloss Margareten
wurde durch die Türkenbelagerungen stark zerstört, doch immer
wieder aufgebaut. Im Jahre 1555 erwarb der Erzbischof von Gran, Niklaus
Olai, die Herrschaft. Mitte des 17. Jahrhunderts war Johann Rudolf Schmidt
von Schwarzhorn kaiserlicher Gesandter an der Hohen Pforte, Besitzer der
Herrschaft. Bei der Pfarregulierung im Jahre 1783 wurde aber nicht die
Margaretenkapelle zur Pfarrkirche erhoben, sondern die Kirche St. Josef,
die anstelle des Armenhauses gebaut wurde. 1912
wurde die Kirche durch den Anbau eines Chores wesentlich, aber stilgerecht
vergrößert. Aus dieser Zeit stammen auch die Fresken in den
Kuppelgewölben. Der Altarraum wurde später umgestaltet und den
liturgischen Bedürfnissen nach dem Konzil besser angepaßt.
Die Konsekration des neuen Volksaltars wurde am 22. Dezember 1973 von
Erzbischof-Koadjutor Dr. Franz Jachym vorgenommen. |
Die Pfarrer von St. Josef zu Margareten 1786 - 1793 Augustin
Freiherr von Wöber
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Das
Hochaltarbild stammt von Bartolomeo Altomonte und stellt die Heilige Familie
dar. Die Seitenaltäre wurden 1771 von Ferdinand Herzendorf von Hohenberg
entworfen. Die Bilder der Heiligen Anna und Heiligen Theresia stammen
von Gottfried Auerbach. Neben dem Annenaltar ist eine Darstellung des
Heiligen Leonhard von Anton Maulpertsch zu sehen. Eine Gedenktafel, rechts vom Haupteingang, erinnert an Franz Schubert, der in unserer Kirche am 21. November 1828 eingesegnet wurde und davor in der Kettenbrückengasse 6 wohnte. Unter der Leitung des Domkapellmeisters Gänsbacher wurde eine Trauermotette und das von Schubert vertonte Pax vobiscum nach einem von seinem Freund Schober gedichteten Text gesungen. |
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Die Orgel von Franz Deutschmann - ein namhafter Orgelbauer des Wiener Biedermeier - an der auch Franz Schubert spielte, wurde 1984 von Orgelbaumeister Gerhard Hradetzky in historischer Bauweise restauriert. Beteiligt an diesem Projekt waren neben den Mitarbeitern auch Domorganist Michael Kitzinger und Sig. Lorenzo Ronzoni (Modena). Die dem ursprünglichen Gesamteindruck entsprechende Fassung der Chorbrüstung wurde durch Restaurator Franz Fuchs (Amstetten) wieder freigelegt, bzw. rekonstruiert. Die sehr seltene Art der Gehäusefassung besteht aus einer Ölmarmorierung (,handgeschlagen). 1076 Pfeifen, davon 270 aus Tannenholz, die Innenpfeifen aus 40-prozentigem Zinn, tragen dazu bei die Franz-Schubert-Gedächtnisorgel neu erklingen zu lassen. Die Orgelweihe fand am 20. Dezember 1987 durch Weihbischof Dr. Helmut Krätzl statt. |
![]() Franz-Schubert-Gedächtnisorgel |
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Im Pfarrgebiet befindet sich auch die Linienwallkapelle. Wo heute der Gürtel ist, war früher ein Erdwall mit einem vorgelagerten Graben zum Schutz der Wiener Vorstädte. An den Toren dieses Linienwalls wurden von 1740 bis 1760 Kapellen errichtet und dem Heiligen Johannes Nepomuk geweiht, da sie bei den Brücken lagen, die über den Graben des Linienwalls führten. Die Hundsturm-Kapelle in der Schönbrunner Straße am Rande des Bruno Kreisky-Parks aus dem Jahr 1759 ist die letzte Linienkapelle, die sich noch im ursprünglichen Zustand befindet. |
| Eine kleine Sensation bei der Renovierung (die Wiedereröffnung der Kapelle war im Mai 2007) war die Entdeckung eines großflächigen Freskos des Barockmalers Anton Maulbertsch unter einer weißen Übermalung. Dieser luftdichten Übermalung war der gute Erhaltungszustand des Freskos zu verdanken. |
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